Montag, 24. September 2007

Okavango-Delta


Das Okavango-Delta ist mit einer Fläche, die größer als Schleswig-Holstein oder Belgien ist, das größte Binnendelta der Welt. Der aus dem Hochland Angolas zufließende Okavango trifft in Botswana auf die Sandsavanne der Kalahari und bildet eine einzigartige Verbindung: Wüste und Delta.

Im Bereich des Okavango-Deltas bildet die östliche Okavango-Penhandle ein aus fünf Hauptarmen bestehendes Geflecht an Flussläufen, Wasseradern, Seen, Inseln und Waldflächen, dass zurecht den Titel »größtes Naturparadies der Welt« trägt. Das Tor zum Okavango-Delta ist die Stadt Maun.

Traditionell bewegt man sich im Mokoro, dem hölzernen Einbaum, durch diese urwüchsige Sumpflandschaft, sicher von ausgebildeten Polern gesteuert. Heute ganzjährig zu besuchen. Im Interesse des Baumbestandes werden mehr und mehr Aluminium-Mokoros genutzt, die ebenfalls höchste Sicherheit auch bei unerwarteten Begegnungen mit Krokodilen und den ungekrönten Herrschern der Sümpfe, den Hippos bieten.

Zu den spektakulärsten Okavango-Erlebnissen gehört auch ein Überflug über das Delta. Zahlreiche »Buschflieger« bieten ihre Dienste in und ab Maun an. Riesige Elefanten- und Büffelherden ziehen unter ihnen durch das Deltas, ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch Zebras, Springböcke, Seeadler und Klaffschnabelstörche sind zu entdecken. Seit kurzer Zeit sind sogar die Nashörner wieder heimisch. Sie wurden aus dem Mokolodi Nationalpark umgesiedelt. Im Zentrum des Deltas, auf Chief’s Island sorgen mehrere Pärchen dafür, dass diese lange Zeit bedrohte Tierart hier wieder ein Refugium gefunden hat.

Samstag, 22. September 2007

Etwas über Botswana




Bevölkerung: In Botswana leben ca. 1,8 Millionen Menschen. Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 2,7 Bewohnern pro qkm.

Staat: Botswana erlangte seine Unabhängigkeit im Jahre 1966 und ist heute Republik. Staatsoberhaupt ist der Präsident Botswanas, derzeit Seine Exzellenz, Herr Festus Gontebanye Mogae.

Hauptstadt: Gaborone (ca. 208.000 Einw.)

Geographie: Botswana liegt im Herzen des südlichen Afrika, eingerahmt von den Ländern Namibia, Zambia, Zimbabwe und Südafrika. Es liegt zwischen dem 20. Und 29. Grad östlicher Länge sowie dem 18. Und 27 Grad südlicher Breite. Mit 581.730 qkm Fläche ist Botswana etwa so groß wie Frankreich und Belgien zusammen.

Wirtschaft: Zur Zeit der Unabhängigkeit noch eines der ärmsten Länder der Welt, haben große Funde an Rohdiamanten schon seit dem Jahr 1967 für einen stetigen Anstieg des Lebensstandards gesorgt. Botswana ist ein prosperierendes Land mit einer der — im Rückblick auf die letzten 20 Jahre betrachtet — höchsten Wachstumsraten weltweit (im Durchschnitt 6,1 Prozent). Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Diamantenindustrie, gefolgt von der verarbeitenden Industrie und dem Tourismus, der bereits fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Sehr stark ausgeprägt ist auch die Viehwirtschaft mit bemerkenswerten Exporten in die EU.

Diamanten: Die Erträge aus dem Diamantenabbau der DEBSWANA COMPANY mit Sitz in der Hauptstadt Gaborone machen über Dreiviertel der jährlichen Staatseinnahmen aus. Botswana-Besucher können sich einen Eindruck vom Diamantenabbau verschaffen. So ist in Iwaneng (ca. 100 km westlich Gaborone) das weltgrößte Diamantenabbauloch zu besichtigen (nach Voranmeldung). Seine Ausmaße sind doppelt so groß wie das weltbekannte Loch in Kimberley/Südafrika. Weitere neue Diamantenminen werden das Edelstein-Wirtschaftswunder in Botswana noch bis weit ins 21. Jh. fortsetzen.

Nationalparks: 17 Prozent der Landesfläche sind als Nationalparks ausgewiesen, weitere 22 Prozent stehen unter dem Schutz des Wildlife Department. Damit hat Botswana prozentual eine der größten Naturschutzflächen weltweit ausgewiesen. Tatsächlich, besitzt insbesondere seit dem Jahre 1990 der Schutz der Natur und die Entwicklung eines ökologisch orientierten nachhaltigen Tourismus höchste Priorität.

Verkehrswege: Besaß Botswana bei seiner Unabhängigkeit nur acht Kilometer asphaltierte Straße (in Lobatse), so ist Botswana heute durch steten Ausbau des asphaltierten Verkehrswegenetzes bestens erschlossen. Ende 2001 wurde der Trans Kalahari Highway fertiggestellt. In den Nationalparks und Naturreservaten ist allerdings der Einsatz von geländegängigen Fahrzeugen unabdingbar.

Religion: 55% der Bevölkerung sind christlich und ein geringer Anteil moslemischen Glaubens. Die übrige Bevölkerung ist den Naturreligionen verpflichtet.

Feiertage: 1. Januar und Folgetag, Ostern (mit Karfreitag und Ostermontag), 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Sir Seretse Khama Tag (1. Juli), President’s Day (dritter Montag im Juli und Folgetag), Nationaltag (30.9. und 1.10.), Weihnachten

Klima: Die Regenzeit ist von Oktober bis März, startet aber meist im Dezember und endet Ende Februar. Von Oktober bis März können Temperaturen bis zu 44°C sein, der Mittagsdurchschnitt liegt zwischen 35° und 40°C. In der Winterzeit sind die Tagesmittel um 27°C, die Nachttemperaturen können bis auf + / - 6°C und tiefer fallen.