Freitag, 30. November 2007

Fazit

Flug, Auto und PomPom Camp haben wir bei Rotunda gebucht.
Beratung, Flug und PomPom waren sehr gut. Auto, ein Trax single Cab eine Katastrophe und KEA Johannesburg nicht zu empfehlen. Ein Defender mit Dachzelt wäre in Botswana eher das richtige Auto. Rotunda kann ich im nachhinein auch nicht mehr empfehlen! Ihr Verhalten im Zusammenhang mit dem schlechten aber sehr teuren Wagen von KEA war schlicht eine Frechheit! Das nächste mal buche ich direkt oder über einen Broker.

Wir haben die Reise im voraus sehr genau geplant und auch die Campsite vorgebucht.
Zu dieser Jahreszeit wäre dies nicht unbedingt nötig gewesen, da die Campsites fast leer waren. Allerdings lieben die Afrikaner offizielle Papiere mit Stempeln und Unterschriften...und der Parkeintritt geht schneller und entspannter. Die Reservation eines bestimmten Platzes ist ein Witz denn es gilt first come, first serve..;-)Als wichtige Informationsquelle diente uns das Namibiaforum! Merci an alle. www.namibia-forum.ch


Wir haben uns ein GPS gekauft, dass wir zum lernen beim Biken den ganzen Sommer benutzten.
Ohne GPS, hätte ich mich nie alleine in die Nationalparks getraut. Auch die Anwendung vor der Reise ist sehr zu empfehlen. Die Daten hatten wir von Roland, www.dt800.de, würden das nächste Mal aber Tracks for Afrika nehmen.

Reisezeit
Als Einstieg, sicher sehr gut, da es noch nicht so viel Wasser hatte. Im Sommer hat man aber mehr von der Tierwelt, dafür kühlere Temperaturen.

Infrastruktur
Wenn man sich gut vorbereitet, immer genügend Lebensmittel und Wasser kauft, voll tankt und Geld bezieht ist das kein Problem. Die Campsites haben uns positiv überrascht Es hatte überall WC und Dusche , fürs warme Wasser musste man selber Hand anlegen..;-). Man muss sich bewusst sein, dass es in Botswana wenige Teerstrassen, einige Gravelroads und meistens nur sandige Pads hat, aber wenn man Sandpisten liebt, einfach der Hammer.

Botswana
War einfach super, Landschaft schön, Tierwelt beeindruckend und die Leute sehr nett und hilfsbereit.

Essen
In Kasane, Maun und Fransistown bekommt man fast alles. Vor allem das Fleisch ist sehr gut und für uns auch günstig..... (Rinderfilet war oft auf dem Speiseplan).

Botswana ist recht teuer, aber es war jeden Pula wert und wir würden sofort wieder gehen.

AFRIKA wir kommen sicher schon bald wieder!

Mittwoch, 21. November 2007

30. Tag - zurück in der kalten Schweiz

Nach einem ruhigen und angenehmen Flug, landeten wir um 6.00 Uhr im winterlichen Zürich. Mit dem Zug ging es dann zurück ins kalte, verschneite Toffen.
Zu Hause wurden wir von unseren zwei Katzen begrüsst. Dann hiess es auspacken, waschen, aufräumen...und schon waren wir wieder im gewohnten Alltagstrott.


Eins ist aber sicher, für uns war es nicht das letzte mal in Afrika!

Ich hoffe mit diesem Blog konnten wir euch einen kleinen Einblick in unser Botswana Abenteuer geben. Auch von dieser Reise wird es eine Dia show geben, die Sascha hoffentlich bis nächsten Sommer fertig gestellt hat.

Dienstag, 20. November 2007

29. Tag - Modjadjiskloof - Johannesburg O.R. Tambo

Nun war es soweit. Wir mussten das Auto entrümpeln und alles irgendwie in 2 Reisetaschen packen. (Haben wir soviel mitgenommen?). Mariaan machte uns ein afrikanisches Frühstück (eine ganze Pfanne voll Käsewürstli), und dazu gab es unseren frisch gebackenen Butterzopf. Als Kallie von der Farm zurück kam, hiess es Abschied nehmen von unsreren Südafrikanischen Freunden.
Partir c'est un peu comme mourir! Aber wir kommen sicher wieder!
Der Weg nach Johannesburg zum KEA-Depot fanden wir ohne Probleme und dort wurden wir schon erwartet. Ich glaube Raschid konnte wegen uns nicht mehr ruhig schlafen! Ich räumte das Auto aus und Georges ging zu Rachid. Er bedankte sich zuerst für seine Hilfe, dann zählte er ihm all unsere Probleme mit dem Auto auf...und das waren viele (2 A4 Seiten voll)! Raschid und die Geschäftsleitung bedauerten die Unannehmlichkeiten die wir mit dem Fahrzeug hatten und zahlten uns ohne murren die Reparaturen zurück! Die Autoabnahme verlief unkompliziert, obwohl das Auto im Busch sehr stark gelitten hatte! Nach der Abnahme wurden wir mit zwei anderen Schweizern (die hatten auch Probleme mit dem Auto) zum Flughafen gebracht.


Wir kauften noch ein paar Souvenirs und CD's. Um 21.30 Uhr startete die Maschine der swiss pünktlich Richtung Schweiz.

Montag, 19. November 2007

28. Tag - Olifants - Modjadjiskloof

Nach einem wake up Tea fuhren wir um 6.00 nochmals zum Platz an dem wir die Löwen und Hyänen gesehen hatten. Aber es waren weder Hyänen noch die Löwen zu sehen.
Wir machten noch einen Loop auf Gravel, danach fuhren wir auf direktem Weg zum Phalaborwa Gate. Trotz schönen Wetter sahen wir fast keine Tiere. Vor dem Gate "Masorini Archaeological Site" gabs ein letztes Frühstück in der "wildnis" mit anschliessendem Radwechsel, danach verliessen wir den Krüger. Wir erreichten Modjadjiskloof am frühen Nachmittag und berichteten jetzt auch Kallie von unseren Abenteuern in Botswana und im Krüger.
Voller Stolz zeigte er uns einen Teil seiner Farm, sein "Game" und seine Jagdhütten und wollte unbedingt mit mir Wildscheine jagen, was ich aber dankend ablehnte..;-)Bei unserem nächsten Besuch werden wir sicher ein paar Tage in den Hütten und auf Pirsch auf seiner über 3000Ha grossen Farm verbringen...hoffentlich ohne jagen zu müssen. Wir kochten zusammen ein leckers Menu mit Pasta und Fillet im Teig und zum Dessert gabs selbstgemachte Semifredo. Die Südafrikaner lieben unser Essen. Vielleicht müssen wir im nächsten Leben doch ein Restaurant in Afrika eröffen ;-)

Sonntag, 18. November 2007

27. Tag - Punda Maria - Olifants (Krüger)

Um 5.30 Uhr machten wir uns auf die Suche nach den Löwen. Wir fuhren einen Loop um das Camp, sahen aber leider nichts. Schade! Auf dem Weg nach Olifants, fing es an zu regnen und wir konnten uns schon langsam an die Schweiz gewöhnen..... Afrikanische Tiere sind sich Regen nicht gewohnt oder benutzen gut getarnte Regenschirme;-).
Jedenfalls waren alle ausser ein paar Elefanten wie vom Erdboden verschluckt.
Wir fuhren am Olifantriver entlang und sahen noch ein paar Elefanten, Wasserschildkröten, ein kleines Krokodil und Hippos.
Beim Picknickplatz "Mooiplaas" gab's Früstück im afrikanischen Stil. Bei einem Unterstand mit schöner Aussicht auf einen Fluss packten wir das letzte Mal unsere super Brunchpfanne aus. In Letaba besuchten wir das Elefantenmuseum. Dort sind die grössten Stosszähne und Bilder der ältesten Elefanten im Krüger ausgestellt.
In Olifants hatten wir ein Rondavel mit schönem Ausblick auf den Olifantriver. Hier machten wir Siesta und auch das Wetter verbesserte sich. Somit machten wir uns um 16.00 Uhr nochmals auf die Suche nach wilden Tieren. Und siehe da, ca. nach 2km sahen wir ein ganzes Rudel Hyänen mit einem niedlichen kleinen braunen Knuddel.

Etwa einen Kilometer weiter entdeckten wir ein Löwenrudel direkt neben der Strasse. Es sind sehr imposante, faszinierende Tiere, tagsüber aber liegen sie nur faul rum und geniessen das Leben! Auf der Rückfahrt fuhren wir Slalom um Hyänen herum die auf dem warmen Asphalt lagen....;-) Knapp vor dem Schliessen der Tore waren wir zurück im Camp .
Wie gewohnt gabs ein tolles Brai und wir zwitscherten ein paar kühle Bierchen.

Samstag, 17. November 2007

26. Tag - Modjadjiskloof - Punda Maria (Krüger Nationalpark)

Fit und ausgeruht, nach einer Nacht in einem richtigen Bett, frühstückten wir gemeinsam mit Mariaan.(Spiegeleier nach Schweizerart).
Danach gingen wir in eine Pneugarage um unseren Reifen flicken zu lassen. Es bestehen da riesige Unterschiede zwischen Botswana und Südafrika...;-)
Als wir zurückkamen hatte uns Mariaan kurzfristig zwei Nächte im Krüger gebucht. Wir fuhren nach Punda Maria, ganz im Norden des Krügers, für uns eine noch unbekannte Ecke! Im Krüger angekommen, ging's auf Campbesichtigung, anschliessend noch einen Sprung in den Pool
und danach machten wir uns auf Pirschfahrt, zum Teil auf geteerter Srasse ;-( Wir sahen ein paar Elefanten, eine Büffelherde und die "üblichen" Tiere Afrikas....


Vor einem Jahr noch voll begeistert vom Krüger, war es nach dem wilden, echten Afrikafeeling in Botswana eher wie ein Zoo für verwöhnte Touristen. Am Abend grillierten wir wieder einmal ein feines Stück Fleisch, dazu Karotten und ein leckeres Dessert.

Wehmütig genossen wir die letze Nacht in unserem Zelt und wurden mitten in der Nacht durch lautes Löwengebrüll aufgeweckt. Sehr nahe am Zelt hörte man ein Löwenrudel bei der nächtlichen Jagd...gut dass in Südafrika die Camps umzäunt sind;-)

Freitag, 16. November 2007

25. Tag - Rhino Sanctuary - Modjadjiskloof

Nach dem Frühstück noch eine kleine Pirschfahrt (5.30 Uhr morgens), danach ging es zurück nach Südafrika.

Beim Zoll mussten wir wieder an diversen Schaltern anstehen und viel Papierkram ausfüllen, dann konnten wir Botswana verlassen. Ach ja, meine Hautfarbe ist ab jetzt grün...hi hi hi
In Alldays informierten wir Mariaan, dass wir auf dem Weg zu ihnen sind. In einem Shop an der Strasse fanden wir noch ein paar Souvenirs aus Draht, die wir in ganz Botswana vergeblich gesucht hatten.
Weiter ging es durch eine abwechslungsreiche, hügelige Landschaft nach Modjadjiskloof.
Gegen 17.00 Uhr waren wir bei Mariaan und hatten ihr sehr viel zu erzählen......
Da Kallie noch in Zimbabwe am Jagen war, konnten wir nicht wie gehofft gemeinsam zu Ihrer neuen Farm direkt am Krüger fahren. Schade wir hatten uns so sehr auf dieses Abenteuer gefreut! Allerdings kommt man dort nur mit 2 Fahrzeugen im Konvoi hin und das tragen von Waffen ist Pflicht um sich gegen die Tiere verteidigen zu können....
Am Abend kochten wir zusammen mit Mariaan, was ihr sehr viel Spass machte.
Müde gingen wir schlafen. Ach wie schön, wieder einmal ein richtiges Bett zu haben!

Donnerstag, 15. November 2007

24. Tag - Central Kalahari - Rhino Sanctuary

Obwohl uns die Kalahari sehr gut gefallen hat entschieden wir uns nur 3 Tage zu bleiben. Kallie hatte uns von seinem Weekendhaus im lower Sabie in Südafrika erzählt.
Voller Elefanten, Hyänen und Löwen sei es dort. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen! Wir fuhren die Tiefsandige Cutline direkt zum Matsweregate. Unterwegs merkten wir, dass ein Pneu Luft verliert und deshalb war noch ein schneller Formel 1 Radwechsel angesagt.......
Nach ca. 3,5 Stunden auf der staubigen, tiefsandigen Pad waren wir wieder auf der Teerstrasse Richtung Orapa (Sperrzone,Diamantenstadt) die wir zum Glück ohne Probleme umfahren konnten.

Dann fuhren wir auf direktem Weg zum Rhino Sanctuary. Hier leben die letzten Rhinos von Botswana. Der Park ist gleichzeitig ein Wildpark und Aufzuchtprogramm für die grauen Kolosse. Wir fuhren ein bisschen im Park herum und begegneten auch schon kurz darauf einem agressiven Rhino, das sich gerade mit einem Strassenschild "beschäftigte". Der Park ist schön, aber nach den Erlebnissen im wilden Botswana schon eher ein grosser Zoo..... Wir sahen, Gnus, Giraffen, Wildschweine, Zebras, Impalas, Springböcke, Orix, Rhinos, und Elans.









Die Campingplätze sind nett, vor allem gibt es hier fliessendes und auch warmes Wasser zum Duschen! In der Damentoilette war ein riesiger Geko zu hause den man bei der Jagd nach Insekten beobachten konnte...und das alles von der Kloschüssel aus. Wow!

Auch hier gab's was feines vom Grill, diesmal leider mit Salat ;-(

Mit viel Wehmut und einem guten Glas Wein liessen wir den letzten Abend in Botswana ausklingen. Wie doch die Zeit vergeht! Auf nach Südafrika!

Mittwoch, 14. November 2007

23. Tag - Kalahari (Deception Valley)

Da unsere Klimaanlage unterdessen ausgestiegen war, machten wir uns früh auf den Weg durch die Wüstenlandschaft des Deception Valleys. Die Landschaft war sehr rau und trocken, stellenweise aber auch sehr grün, wunderschön mit blühenden Wüstenblumen.

Unterwegs sahen wir viele Orix, Honigdachse, Giraffen, Springböcke, Schakale, Löffelhunde, eine Entenart die wie eine Dampflok klang wenn sie herumflog und sehr viele verschieden Vogelarten.
Den Campsite bei der Tau pan hat man ganz für sich alleine!
In der Hängematte mit Aussicht auf die Salzpfanne verging der heisse Nachmittag sehr schnell. Vor der Pirschfahrt machten wir auch hier von der coolen Dusche gebrauch. Am späteren Nachmittag fuhren wir Richtung Passarge Valley. Sehr viele neue Tierarten haben wir nicht entdeckt. Das spezielle an der Kalahari ist die einzigarte Landschaft, die Pflanzen und Gräser. Die seltenen Löwen der Kalahari bekamen wir leider nicht zu Gesicht!

Am gemütlichen Lagerfeuer gabs auch heute lecker braai ,(Rinderfillet was sonst) und zum Dessert die tolle Abendstimmung über der Tau pan mit Schakalengeheul...das ist Afrika!
In der Nacht wurden wir von herumstreunenden Schakalen geweckt die sich an unserem Abfallsack zu schaffen machten....

Dienstag, 13. November 2007

22. Tag - Khumaga - Central Kalahari

Wieder wurden wir heute morgen von einem Biowecker aus dem Schlaf geholt. Was ist es denn heute? Halb verschlafen schauten wir vom Bett aus in die Dämmerung und sahen einen Elefantenbullen der um unser Auto trottete und sich an den grossen Bäumen zu schaffen machte. Unglaublich wie er die Äste einfach so Abriss und diese genüsslich verspeiste. Nach einer viertelstunde hatte der Dicke genug gefrühstückt und machte sich aus dem Staub. Als wir aus dem Auto kamen sahen wir um das Auto die riesigen Fussspuren des Elefanten... wir haben wahrscheinlich gleich unter seinem Futterbaum geparkt.
Wir nahmen kurz ein Tee und fuhren nochmals zum Wasserloch in der Hoffnung heute noch andere Tiere zu sehen. Aber leider war heute morgen kein einziges Tier zu sehen.
Bei der Campsite gabs dann unser leckeres Frühstück (Rührei, Speck, Joghurt und Toast). Da es hier zur Zeit sehr wenige Tiere hatte, entschieden wir uns einen Tag früher in die Kalahari zu fahren. Also machten wir uns auf den Weg nach Rakops um nochmals vollzutanken. Ein flickenteppich aus Schlaglöchern und Teerresten führte nach Rakops. Die Tankstelle, war neuer als erwartet (nichts mit selber Kurbeln), doch als wir Benzin tanken wollten hatten sie kein bleifreies Benzin:-(
also musten wir ins 60 Km entfernte Mopipi fahren, begleitet von einem heftigen Sandsturm...In Mopipi bekamen wir zum Glück Benzin mussten aber wieder in die Centralkalahari zurückfahren. Wir fuhren über eine Stunde über eine holprige und wellige Strecke bis wir endlich beim Gate ankamen. Dort konnten wir zum Glück unsere vorreservierten Plätze umbuchen, da wir einen Tag vor unserem Reiseplan waren.
Auf dem Weg zu unserer Campsite "Sundaypan" sahen wir ein riesiges, braunes, zottliges Tier. Es erinnterte stark an einen Wehrwolf, echt gruselig.
Im Nachhinein erfuhren wir, dass es sich um eine seltene braune Hyäne handelte.
Unsere Campsite für heute war erhöht und man hatte einen wundervollen Ausblick in die Weite der Kalahari. Traumhaft!
Gegen Abend suchten wir Feuerholz und machten im Potje auf offenem Feuer einen leckeren Gemüseeintopf mit Schweinefillet und einem leckeren Tropfen Rotwein.
Wir genossen den wunderschönen Abend und die unvergessliche Aussicht.