

Am Morgen ging's nochmals auf eine Pirschfahrt , wir wollten den Leoparden nochmals sehen, war aber nix ;-) tja, das wäre ja zu schön gewesen. Bevor es weiter nach Xaxanaxa ging, (X spricht man wie k aus mit passendem Klicklaut; probier es mal aus ) machten wir uns auf shoppingtour ins mondäne Örtchen Khwai, in welchem wir schon bei der Hinfahrt einen kleinen Shop entdeckten. Der Shop ( General Dealer) hatte tatsächlich offen und wir waren auf die Auswahl sehr gespannt. Was wir dann sahen, übertraf all unsere Erwartungen: Es hatte sehr viele Sachen in diesem "Ghüt". Diverse Konservendosen, Salatsaucen, Tostbrot, Tomaten, Zwiebeln, Guetzli, Suppen, Waschpulver und alles was es zum Leben braucht. In einer separaten Hütte hatte es sogar kalte Getränke und Bier! Endlich konnten wir unseren Vorratsschrank wieder auffüllen, und sogar einen Drink zum Sundowner haben wir bekommen. Unglaublich. Die Eigentümerin des Ladens erzählte uns, dass Sie einmal pro Woche oder nach Bedarf ein Auto mietet und nach Maun fährt (ca.3-4Std. pro Weg). Wir kauften Tost, Tomaten und Getränke. Danach nochmals über die abenteuerliche Brücke und weiter nach Xaxanaxa. Wir fuhren durch sandige Pads und richtige Wälder bis wir in Xaxanaxa ankamen. Dort ging es vom RangerOffice noch 3km zu den Campsites, die verteilt unter alten Bäumen platziert waren. Unser Platz war ganz am Ende und wunderschön gelegen. Wir stellten gleich unsere Stühle und den Tisch auf, assen etwas kleines und gingen danach zum Bootsteg, der in der nähe war.

Man konnte dort Mokorotrips oder Bootsrundfahrten im Moremi machen. Zurück an unserem Platz trafen wir 2 Ranger die ein paar riesige Baboons verscheuchten. der Ranger zeigte Georges das Männchen auf einem ca 6m hohen Baum, fast über unserem Auto. Weiter mahnte er uns zur Vorsicht beim Duschen, da vor zwei Tagen Leoparden zum trinken in der Dusche waren..;-) Der Affe auf dem Baum verhielt sich absolut ruhig und wir ignorierten ihn...Im nachhinein ein kleiner Fehler....;-). Wir machten es uns gemütlich neben dem Auto und Sascha in der Hängematte. Ein bisschen lesen, dösen etwas knabbern und die verschiedenen Vögel auf unserer Campsite beobachten. In meinem spannenden Krimi ging es um Afrika, Terroristen und Ebola.




Nach einiger Zeit ging ich kurz in das Auto um uns eine kleine Erfrischung zu holen. Da raschelte es draussen, gefolgt von einem dumpfen Aufprall! Georges schrie wie ein irrer: "Hey, da ist ein Affe 6m vom Baum runtergefallen und liegt beduselt am Boden!". Ich schaute zum Fenster raus und tatsächlig lag ein Affe 2m von der Hängematte entfernt röchelnd am Boden. Georges sprang sofort ins Auto und mit offenem Dach fuhren wir die holprige Piste ins Rangerbüro und erzählten unsere Geschichte. "Bad joke man" der trockene Kommentar des Rangers. Als ihm Georges das ganze nochmals erklärte und dabei immer lauter und energischer wurde glaubte er uns und wir fuhren zusammen zu unserem Platz zurück. Der Affe lag nun tot am Boden und die Ranger packten ihn auf Ihren Pick up mit den Worten: "The Hyenas will have a big party tonight"...Es war ein riesiges Exemplar , ca 30kg schwer. Kaum vorzustellen wenn er auf Saschas Hängematte gefallen wäre ....vielleicht sogar mit Säscheler drin..hi hi hi. Echt aufregend! Bevor wir dann auf Pirsch gingen, gaben wir noch ein paar Wegpunkte aus der Karte ins GPS ein, die wir am Nachmittag ansteuern wollten. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Deadtrees. Es hatte fast keine Tiere unterwegs, aber dafür sehr viele Wege, die nicht auf der Karte eingezeichnet waren....halt keine 25'000 schweizer Wanderkarte. Ohne GPS wären wir absolut verloren gewesen.


Kurz vor Sonnenuntergang gaben wir es auf, diese Toten Bäume zu finden, die wir erfolglos den ganzen Nachmittag gesucht hatten, denn wir hatten ja noch 30 Minuten fahrt zurück ins Camp!

Beim Camp angekommen gingen wir gleich duschen, da es schon finster wurde ( mit Stirnlampe und Steinschleuder bewaffnet wegen den Leo's), danach schauten wir kurz auf Platz 2 vorbei, um die Afrikadurchquerer von Kubu Island zu begrüssen (bonjour les welsch). Sie waren nun mit der Schwester von Caro und ihrem Mann in einem Landrover Defender unterwegs ( das nächste mal unser Auto für Afrika). Wir plauderten kurz (trotzdem Sascha dabei war) und verabredeten uns für den den nächsten morgen um 6.00. um gemeinsam nach Third bridge zu fahren. Plötzlich fing es stark an zu stürmen und ein heftiges Gewitter kam immer näher. Wir kochten etwas in unsrem feudalen Camper und verkrochen uns in unsere Schlafsäcke. Wir konnten die Blitze in der absoluten Finsternis beobachten, absolut faszinierend! Nur die Blitze kamen immer näher und das Donnergrollen schreckte uns auf! Plötzlich ein Knall wie aus einer Kanone, wir zuckten zusammen und kauerten uns geschockt auf den Wagenboden. Der Blitz schlug ca. 20m von unserem Auto enfernt ein und der trockene Busch begann sogleich zu brennen! Die Lage wurde immer brenzliger und wir entschlossen den Campsite zu verlassen und ca 200m weiter weg zu übernachten. Zum Glück kam kurz darauf ein heftiger Regenschauer der das Feuer löschte! Huch schwein gehabt. Die dankbarkeit über den Regen liess aber sehr schnell nach , da unser Zeltdach immer noch nicht dicht war und wir nun mit heftigem Wassereinbruch zu kämpfen hatten. Diese Nacht war verdammt kurz!
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