Samstag, 3. November 2007

12. Tag - Linyanti - Savuti



Wie immer ging es am morgen früh los (5.00) denn uns erwartete eine tiefsandige Piste und diese ist am Morgen wenn der Sand noch feucht ist, besser befahrbar. Es ging wirklich eine tiefsandige Piste entlang, zwischen vielen Sträuchern hindurch. Ab und zu lagen Bäume auf der Strasse, die die Elefanten geknickt hatten. Einige konnten wir umfahren, mitten durch den Busch, aber bei einem hatten wir keine Chance, da der Baum zu gross war. Also aussteigen, Säge (danke Rösti) und Beil holen und das Morgenfitnessprogramm konnte beginnen. Gerade hier,war es tief tief tiefsandig und wir konnten nur mit Mühe, in kleinster Untersetzung und eingschaltetem Differtial weiterfahren. Plötzlich kam von rechts ein Elefantenbulle, machte sehr agressive und gehässige Anstalten und trötete uns wutentbrannt an. Wir versuchten so schnell wie möglich zu verduften, bei tiefsand mit max 20 kmh ein schwieriges Unterfangen...... Unterwegs sahen wir auch eine grosse Herde Büffel die im hohen Gras weidete. Weiter ging es auf dem Pad, durch dichte Büsche, stachlige Bäume und richtig sandige Piste. Ratter, ratter , ratter...was war das? Auto kaputt, Antrieb am Ar....? Zum Glück nur ein platter Reifen. Super, gerade kurz vor Savuti, wo sich Löwen das ganze Jahr aufhalten. Ich hielt Ausschau nach gefährlichen Tieren wärend Georges versuchte das Rad zu wechseln. Nach kurzer Zeit gab er aber entnervt auf. Der Wagenheber war vom Vormieter vermurkst und nicht mehr zu gebrauchen. Nach ein paar Schlägen mit dem Beil funktionierte es wieder einigermassen ( es lebe die GEWALT). Nach mehrmaligem Absaufen des Wagenhebers entschieden wir uns mit plattem Reifen weiter zu fahren, bis der Sand fester wurde. (Ja ich habe Steine und Holzstücke unterlegt, geholfen hat es aber herzlich wenig....)


In Savuti gingen wir auf eine kurze Pirschfahrt zum Wasserloch und siehe da, eine Löwin knabberte am gerissenen Elefanten (zum Glück erst hier und nicht beim Radwechsel). Danach machten wir es uns bei der Campsite unter schönen alten Bäumen gemütlich. Da wir kein Brot mehr hatten, machten wir noch kurz einen Brotteig, danach Siesta. Bevor wir auf die Abendpirsch gingen, mussten wir noch Kleider waschen und das Brot backen. Da kam plötzlich ein grosser Elefantenbulle auf dem Weg neben unserem Platz entlang. Hoffentlich hatte der nicht unser Brot gerochen! aber als starker grosser Mann hätte ich das Brot unter Einsatz meines Lebens verteidigt!
Aber gemütlich maschierte er neben uns vorbei und verschwand hinter dem nächsten Baum, natürlich nicht ohne diesen anzuknabbern.

Wir hatten noch Glück mit den Elefanten, denn es kann auch so ausgehen: http://nanjaandjelle.50webs.com/savuti-elephant.html
Hier in Savuti mussten sie um die WC-Anlagen eine dicke Mauer bauen, da die Dickhäuter in der Trockenzeit immer wieder alles zerstören um an das geliebte Nass zu kommen. Gegen 16.00 Uhr machten wir uns auf die Pirschfahrt. Hier war alles viel sandiger und trockener und es gab unzählige Wege zu erkunden. Ohne GPS bist du schlichtweg verloren....alles sieht gleich aus: Pfade, Büsche, Impala.... Pfade , Büsche, Impala ...waren wir hier nicht schon mal??


Wir sahen Elefanten, Impalas, Büffel, Zebras, Schakale und vor Sonnenuntergang am Wasserloch ein Löwenmännchen und einen kleinen Schreihals, der sich als Löwenjunges entpuppte. Als es schon dunkel war, kehrten wir zurück und machten gleich einen Boxenstop bei den Duschen. Wasser im überfluss, ja sogar warmes!!! einfach unglaublich! Danach grillierten wir und beendeten den Abend wie gewohnt mit einem Roiboostee . ( Hier die nicht ganz jugendfreie Version......anstatt Roibostee mit einem Gläschen Amarula! Die Kenner wissen wovon ich spreche)

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