Sonntag, 4. November 2007

13. Tag - Savuti - Khwai (Moremi)

Mit der Sonne standen auch wir wieder auf (5.00 in den Ferien) und machten uns auf die nächste Etappe. Da es trocken war, konnten wir die Marshroad fahren.



Wir sahen Hyänen, Schakale, Impalas, Nyalas, Zebras, Elefanten, Gnus und sogar Geparden (für Georges waren es nur Baumstrünke) (( Ja ja dein neuer Name ist Adlerauge und Fährtenleser oder einfach nur ROCK!)). Hier war der Boden lehmiger und deshalb ist diese Strecke bei Regen kaum befahrbar. Von den Elefanten hatte es auch hier viele grosse Löcher auf der Strasse. Kurz vor elf Uhr verliessen wir den Chobe Nationalpark. Weiter ging es im Slalom zwischen Bäumen, Sträuchern und Wasserlöchern. Meistens war eine schnelle Entscheidung gefragt: durchs Wasserloch oder die Warmduscher Umfahrung!!!! Der Weg Richtung Khwai, war sehr schlecht.
Am Khwairiver sahen wir Elefanten, Wasserböcke, Hippos, Giraffen, die ganzen Tiere Afrikas ausserhalb des Nationalparks....... Wir fuhren dem Fluss entlang und folgten unserem GPS-Pfeil. Nach 2 Stunden Fahrzeit im dichtesten Busch, ohne einer Menschenseele zu begegnen, sogar mit Flussüberquerung ( jeeah) (Sascha musste zuerst durchlaufen) stellten wir fest, dass wir zu hause einen falschen Wegpunkt programmiert hatten!!! Anstelle vom Khwai Campsite navigierten wir uns zum Khwai Camp....ca 2 Stunden entfernt im wilden Bush. Toll, ca 1,5 Stunden wieder zurückfahren! ;o( Aber zum glück haben wir ja unser GPS und siehe da, wir fanden einen kurzen, sehr direkten Weg zum Parkeingang! Als wir das Dorf (ein paar Rondavels und ein general dealer store) am Eingang durchquerten, kauften wir zwei älteren Schwarzen Brennholz ab und kamen danach zum Khwai North gate. Dort hiess es wieder Reservation vorlegen und 1000 Papiere ausfüllen ( ohne Kugelschreiber) . Ja ja die Afrikaner lieben Ihren Papierkram mit 100 Seiten, möglichst vielen Stempeln und Unterschriften.... Nach dem Gate mussten wir eine holprige Holzbrücke überqueren. Wir waren froh, dass diese lose hingelegten Baumäste hielten und wir nicht mit den Hippos und Krokodilen baden mussten. Gleich nach der Brücke war der Khwai Campsite. Die Plätze waren mit Bachsteinen nummeriert, die in den Bäumen hingen....unser Platz existierte allerdings nirgends, deshalb suchten wir uns den schönsten noch leeren Platz aus. In der nähe badeten geräuschvoll ein paar Hippos! Ein kurzes Mittagessen, danach kamen unsere Duschsäcke wieder in Aktion....(nein Tinu, auch diese mal keine Bilder) Zum Glück hatten wir unsere Duschsäcke gefüllt, denn hier hatte es nur einen Wasserhahn der funktionierte.....für das füllen von 20 Liter Brauchwasser musste man sich in der Schlange anstellen und es dauerte fast 1/2 Stunde.....und das Wasser hatte einen leichten Braunton;-)
da schätzt man die Verhältnisse in der Schweiz...einfach Wasserhahn öffnen und das Wasser kommt..;-) . Danach machten wir uns auf zum Gamespotting. Lange sahen wir kein einziges Tier, als ich plötzlich etwas im Baum bewegen sah (sicher wieder nur ein Affe) (( ja ja mein Adlerauge)). Nun hatte sogar Georges die Meisterprüfung zum Gamespotter erfolgreich absolviert (dauert bei Männern halt ein bisschen länger) und er erspähte einen Leopard im dichten Busch!.....und siehe da, ein wunderschöner Leo kam aus dem Gebüsch und verschwand auch gleich wieder.


Wir nahmen die Verfolgung auf und etwa 50m weiter kam er wieder aus dem Busch, umrundete unseren Wagen und ging zum nahen Fluss Wasser trinken. Unglaublich schön und faszinierend. Georges wusste nichts besseres als durch das Fenster aufs Autodach zu klettern, um eine ideale Fotoposition zu haben! Die vielen Folgen von Daktari hatten sich nun bemerkbar gemacht..;-) Der Leopard war unser Highlight und wir waren mega stolz, den sonst so scheuen Jäger gesehen zu haben! Vor dem eindunkeln kehrten wir zurück und sahen, dass die kleinen Affen unsere Kühlbox geöffnet hatten, alle Getränke ausgetrunken und unsere letzten Zitronen geklaut haben. Die öffneten sogar die Petflaschen mit Schraubverschlüssen ohne diese aufzubeissen. Um seinem Ärger Ausdruck zu verleihen sagte Georges in perfektem Äffisch den Biestern seine Meinung! Das war uns eine Lehre die Box vor dem verlassen der Campsite immer zu schliessen! Aber wir hatte ja einen Leo gesehen, das liess und das Malheur schnell vergessen. Als Strafe wurden die Affen nebst übelsten Beschimpfungen auf äffisch mit einer grossen Ladung Steine aus meiner Geheimwaffe (der Steinschleuder) beglückt. Autsch da tat weh!!!! Aber die hatten es echt verdient! ....und Georges hat ihnen klar gemacht wer der Chef ist!
Ps. äffisch tönt ähnlich wie ganz heftige Kraftausdrücke auf Berndeutsch, untermalt von lautem Gebrüll Gorillähnlichen klopfen auf die Brust und schwingen des Spatens....;-)

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