Donnerstag, 15. November 2007

24. Tag - Central Kalahari - Rhino Sanctuary

Obwohl uns die Kalahari sehr gut gefallen hat entschieden wir uns nur 3 Tage zu bleiben. Kallie hatte uns von seinem Weekendhaus im lower Sabie in Südafrika erzählt.
Voller Elefanten, Hyänen und Löwen sei es dort. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen! Wir fuhren die Tiefsandige Cutline direkt zum Matsweregate. Unterwegs merkten wir, dass ein Pneu Luft verliert und deshalb war noch ein schneller Formel 1 Radwechsel angesagt.......
Nach ca. 3,5 Stunden auf der staubigen, tiefsandigen Pad waren wir wieder auf der Teerstrasse Richtung Orapa (Sperrzone,Diamantenstadt) die wir zum Glück ohne Probleme umfahren konnten.

Dann fuhren wir auf direktem Weg zum Rhino Sanctuary. Hier leben die letzten Rhinos von Botswana. Der Park ist gleichzeitig ein Wildpark und Aufzuchtprogramm für die grauen Kolosse. Wir fuhren ein bisschen im Park herum und begegneten auch schon kurz darauf einem agressiven Rhino, das sich gerade mit einem Strassenschild "beschäftigte". Der Park ist schön, aber nach den Erlebnissen im wilden Botswana schon eher ein grosser Zoo..... Wir sahen, Gnus, Giraffen, Wildschweine, Zebras, Impalas, Springböcke, Orix, Rhinos, und Elans.









Die Campingplätze sind nett, vor allem gibt es hier fliessendes und auch warmes Wasser zum Duschen! In der Damentoilette war ein riesiger Geko zu hause den man bei der Jagd nach Insekten beobachten konnte...und das alles von der Kloschüssel aus. Wow!

Auch hier gab's was feines vom Grill, diesmal leider mit Salat ;-(

Mit viel Wehmut und einem guten Glas Wein liessen wir den letzten Abend in Botswana ausklingen. Wie doch die Zeit vergeht! Auf nach Südafrika!

Mittwoch, 14. November 2007

23. Tag - Kalahari (Deception Valley)

Da unsere Klimaanlage unterdessen ausgestiegen war, machten wir uns früh auf den Weg durch die Wüstenlandschaft des Deception Valleys. Die Landschaft war sehr rau und trocken, stellenweise aber auch sehr grün, wunderschön mit blühenden Wüstenblumen.

Unterwegs sahen wir viele Orix, Honigdachse, Giraffen, Springböcke, Schakale, Löffelhunde, eine Entenart die wie eine Dampflok klang wenn sie herumflog und sehr viele verschieden Vogelarten.
Den Campsite bei der Tau pan hat man ganz für sich alleine!
In der Hängematte mit Aussicht auf die Salzpfanne verging der heisse Nachmittag sehr schnell. Vor der Pirschfahrt machten wir auch hier von der coolen Dusche gebrauch. Am späteren Nachmittag fuhren wir Richtung Passarge Valley. Sehr viele neue Tierarten haben wir nicht entdeckt. Das spezielle an der Kalahari ist die einzigarte Landschaft, die Pflanzen und Gräser. Die seltenen Löwen der Kalahari bekamen wir leider nicht zu Gesicht!

Am gemütlichen Lagerfeuer gabs auch heute lecker braai ,(Rinderfillet was sonst) und zum Dessert die tolle Abendstimmung über der Tau pan mit Schakalengeheul...das ist Afrika!
In der Nacht wurden wir von herumstreunenden Schakalen geweckt die sich an unserem Abfallsack zu schaffen machten....

Dienstag, 13. November 2007

22. Tag - Khumaga - Central Kalahari

Wieder wurden wir heute morgen von einem Biowecker aus dem Schlaf geholt. Was ist es denn heute? Halb verschlafen schauten wir vom Bett aus in die Dämmerung und sahen einen Elefantenbullen der um unser Auto trottete und sich an den grossen Bäumen zu schaffen machte. Unglaublich wie er die Äste einfach so Abriss und diese genüsslich verspeiste. Nach einer viertelstunde hatte der Dicke genug gefrühstückt und machte sich aus dem Staub. Als wir aus dem Auto kamen sahen wir um das Auto die riesigen Fussspuren des Elefanten... wir haben wahrscheinlich gleich unter seinem Futterbaum geparkt.
Wir nahmen kurz ein Tee und fuhren nochmals zum Wasserloch in der Hoffnung heute noch andere Tiere zu sehen. Aber leider war heute morgen kein einziges Tier zu sehen.
Bei der Campsite gabs dann unser leckeres Frühstück (Rührei, Speck, Joghurt und Toast). Da es hier zur Zeit sehr wenige Tiere hatte, entschieden wir uns einen Tag früher in die Kalahari zu fahren. Also machten wir uns auf den Weg nach Rakops um nochmals vollzutanken. Ein flickenteppich aus Schlaglöchern und Teerresten führte nach Rakops. Die Tankstelle, war neuer als erwartet (nichts mit selber Kurbeln), doch als wir Benzin tanken wollten hatten sie kein bleifreies Benzin:-(
also musten wir ins 60 Km entfernte Mopipi fahren, begleitet von einem heftigen Sandsturm...In Mopipi bekamen wir zum Glück Benzin mussten aber wieder in die Centralkalahari zurückfahren. Wir fuhren über eine Stunde über eine holprige und wellige Strecke bis wir endlich beim Gate ankamen. Dort konnten wir zum Glück unsere vorreservierten Plätze umbuchen, da wir einen Tag vor unserem Reiseplan waren.
Auf dem Weg zu unserer Campsite "Sundaypan" sahen wir ein riesiges, braunes, zottliges Tier. Es erinnterte stark an einen Wehrwolf, echt gruselig.
Im Nachhinein erfuhren wir, dass es sich um eine seltene braune Hyäne handelte.
Unsere Campsite für heute war erhöht und man hatte einen wundervollen Ausblick in die Weite der Kalahari. Traumhaft!
Gegen Abend suchten wir Feuerholz und machten im Potje auf offenem Feuer einen leckeren Gemüseeintopf mit Schweinefillet und einem leckeren Tropfen Rotwein.
Wir genossen den wunderschönen Abend und die unvergessliche Aussicht.

Montag, 12. November 2007

21. Tag - Maun - Khumaga

Früh wie immer verliessen wir das Audicamp, holten unsere sauberen Kleider aus der Wäscherei, nochmals volltanken in der Zivilisation und dann verliessen wir Maun. Die Strasse war neu geteert und in einem guten Zustand. Aber mit 120 km/h musste man immer mit Eseln, Ziegen,Rindern und Fussgänger rechnen....;-(.
Da uns Fred vor den strikten Kontrollen an den Veterinärzäunen gewarnt hatte, machten wir etwa 2km vorher einen Halt, nahmen Fleisch, Eier aus dem Kühlschrank und versteckten diese...... Wie erwartet mussten wir unser Auto öffnen. Nachdem der "leere" Kühlschrank kontrolliert wurde, hiess es Daumenhoch und weiterfahren. Nach etwa 1,5 Std. kamen wir in Khumaga an. Auf der Campsite suchten wir uns einen schönen schattigen Platz unter grossen Bäumen. Allerdings stellten wir das Auto noch ein paar mal woanders hin um dem Baulärm zu entfliehen.....Georges verabschiedete sich kurz. Nach einer Stunde warten machte ich mich auf die Suche nach ihm, denn das WC war ja in Sichtweite..... Georges schwatzte wieder einmal mit ein paar Touristen (ich dachte Frauen schwatzen immer). Diese Holländer waren eindeutig im falschen Land..;-) Sie hatten einen Orientierungssinn wie Holländer (katastrophal), panik vor sandigen Pisten und konnten nicht mal einen Reifen selber wechseln....super ausser 2 Terrstrassen gibt es in Botswana nur Sandpisten, wenn überhaupt... Wir rieten ihnen nach Kasane zu fahren und dort geführte Safaritouren zu buchen, sonst hätte es für die Löwen wohl wieder mal Tourist zum essen gegeben...;-).
Danach machten wir es uns auf dem schönen Platz gemütlich. Gegen Abend gings auf Prischfahrt durch das trockene Flussbett. Ausser tonnenweise Knochen, Skeletten und nach Schwefel stinkenden Pfützen fanden wir keine Tiere. Am letzten Wasserloch sahen wir eine riesige Zebraherde am Wasserloch. Die Tiere waren extrem nervös und es bot sich uns ein wunderschönes Schauspiel der eleganten, gestreiften Tiere im staubigen Flussbett...
Zurück beim Camp nahmen wir eine Dusche und füllten alle unsere Wassertanks auf, da es in der Kalahari kein Wasser mehr geben wird. Als wir unser feines Rinderfilet vom Grill nahmen, schaute ein deutsches Paar auf einen kurzen Schwatz vorbei. Ihnen ist fast die Kinnlade runtergefallen, als Sie unser Nachtessen sahen....Sie lebten seit drei Wochen von Reis und Dosenfutter...aus einem Topf und das bei Preisen von 16.-Sfr. für 1Kilo Rinderfilet....;-) Am Feuer genossen wir noch unseren Tee und gingen begleitet von lautem Löwengebrüll schlafen.

Sonntag, 11. November 2007

20. Tag - Pom Pom - Maun

Um 5.30 Uhr wurden wir wieder von Rock geweckt. Da wir heute abreisen mussten, haben wir die Rucksäcke schon am Morgen gepackt, damit wir um 10.15 Uhr abfliegen konnten.
Heute waren wir alleine auf der Pirschfahrt. Die zwei deutschen (Motzerfrauen) wollten Ihren Schönheitsschlaf nicht so früh unterbrechen :-) und verzichteten auf die "langweiligen" Pirschfahrten! Wir fuhren gemütlich durch die Pads, als plötzlich folgender Funkspruch rein kam: Lepard, Lepard! Dann hiess es festhalten und Rock gab Vollgas. Unterwegs nahmen wir noch die Franzosen und Peter mit, die heute zu Fuss unterwegs waren. Dann kamen wir beim Leo an und konnten ihn aus ca. 10m in einem Gebüsch beobachten.

Sehr sehr eindrücklich! Langweilige Pirschfahrten....;-)
Leider wurden die Motzweiber auch zum Leo gebracht....Schade! Zum Glück verschwand der Leopard kurz darauf im hohen Gras! Wir suchten uns ein schönes Plätzchen um zum letzen mal unseren Tee und die feinen Muffins zu geniessen. Danach fuhren wir zurück zum Camp und mussten uns schweren Herzens vom Pom Pom Camp verabschieden.

Wir kommen wieder! Bestimmt!
Mit "unserer" Pilotin flogen wir wieder zurück nach Maun.
In Maun wurden wir am Sonntag morgen wie vereinbart von Philipp abgeholt! Der kam schön gekleidet direkt vom Gottesdienst! Danach gings zum Einkaufen für die nächste Woche in der Einsamkeit.....Löwen der Kalahari wir kommen!
Beim Audicamp machten wir es uns beim Pool gemütlich, dem letzten in nächster Zeit, und kochten Spaghetti Bolognaise. ( auch sehr lecker, aber der Abwasch danach...., ich will wieder zurück ins Pom Pom Camp...!)

Samstag, 10. November 2007

19. Tag - Pom Pom

4.oo Uhr morgens. Draussen stockfinster, dann ein lautes komisches Geräusch und wir lagen hellwach und mäuschen still in unserem Luxuszelt. Was war denn das?
Es streifte etwas über unser Zelt, Äste knackten und ein unglaublich lautes schmatzen und knurren.....Leise schlichen wir uns aus dem Bett zum Zelteingang.....und tatsächlich knabberte keine zwei Meter von uns ein Elefantenbulle gemütlich am Baum und an unserem Zelt. Unglaublich!
Um 5.30 Uhr dann der Weckruf von Rock unsrem Guide, 6.00 Uhr gab es ein kleines Frühstück und 6.30 Uhr ging es mit dem Jeep zu den Mokorobooten.
Dort angekommen, badeten zwei Elefantenbullen beim Bootsplatz und wir konnten ihnen während einer halben Stunde beim planschen zuschauen.
Danach bestiegen wir die Mokoros ( Einbäume aus Baumstämmen) und es ging mit unserem Pooler gemächlich durch das Okavangodelta mit seinen Schilf und Rietgraslandschaften.
Das war richtig erholsam und wir sahen sehr viele verschiedene Vögel, ganz kleine Fröschli und viele Seerosen. Natürlich gab es auch hier unterwegs Tee und Muffins.
Gegen 10.00 Uhr ging es wieder zurück und beim Camp war der Brunch bereit.

Mit vollen Bäuchen verbrachten wir unsere Siesta wieder beim Pool. 16.00 Uhr Kaffee und Kuchen, danach wieder eine Pirschfahrt. Dieses Mal sahen wir ein paar Büffel und Antilopen, sonst nichts besonderes. Dafür hatten wir einen platten Reifen mitten im Busch!
Unsere Guides standen hilflos herum und forderten via Funk Hilfe und Werkzeug beim Camp an. Georges konnte diesem Treiben nicht zusehen und wechselte unter "Mithilfe" der Guides den Reifen....gelernt ist gelernt:-) Nach dieser Aufregung hatten wir uns das Sundowner Beer wirklich verdient. Auf der Rückfahrt im Finstern, sahen wir zwei grosse Eulen in einem Baum....wunderschöne Tiere. Weiter streiften wir mit einem starken Scheinwerfer durch den Busch, in der Hoffnung doch noch einen Leo zu sehen. Leider sahen wir "nur" Spinghasen, die Augen eines Bushbaby's und ganz kurz eine Grossflecken-Ginsterkatze. Zurück beim Camp, gab es wieder ein sehr leckeres, mehrgängiges Dinner. Wieder wurde quer über den Tisch geplaudert (franz, deutsch, englisch). Mit Rock und Peter unseren Guides sassen wir danach ans Lagerfeuer und sprachen über Botswanische Bräuche und Sitten und gingen danach vollgestopft und zufrieden in unser Zelt.